Absage - OnlyFans – jung, schön und bald reich?“
- aalen5
- 22. Nov. 2025
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Stellungnahme zur abgesagten Veranstaltung des Ulmer Bündnis gegen Zwangsprostitution und MenschenhandelAbsage - OnlyFans – jung, schön und bald reich?“
in den Tagen vor der geplanten Veranstaltung gingen bei der VHS Ulm, dem Gleis 44 und der Stadt Ulm und der Ulmer Presse mehrere Schreiben ein, in denen die Referentinnen Charlotte vom Kolke und Felicitas Vogt-Herr, Mitgründerin des Ostalb-Bündnis als „transfeindlich“, „muslimfeindlich“, „biologistisch“oder als Teil sogenannter „TERF/SWERF“-Strukturen bezeichnet wurden. Zudem wurde gefordert, die Veranstaltung abzusagen, umzubesetzen oder zu verschieben.Auf Grundlage dieser Proteste wurde schließlich die Entscheidung zur Absage getroffen. Dazu möchten wir wie folgt Stellung nehmen:
1. Unbegründete Etikettierungen
Beide Referentinnen verfügen über langjährige Erfahrung in der Bildungsarbeit zu Pornografie, Medienkompetenz, Jugendmedienschutz und Prävention. Ihre Konzepte und Materialien werden seit Jahren von Schulen, Beratungsstellen und Fachstellen genutzt.
Die im offenen Brief der Linken und des flintakollektivs Ulm wiederholten Etikettierungen („transfeindlich“, „sexarbeitsfeindlich“, „antimuslimisch“, „TERF/SWERF“) sind politisierte Kampfbegriffe, die in diesem Kontext ohne Belege auskommen. Sie ersetzen keine fachliche Auseinandersetzung und diffamieren engagierte Bildungsarbeit.
2. Kein Fokus auf das Nordische Modell
Die Veranstaltung war als Auseinandersetzung mit den Mechanismen digitaler Pornografie geplant – insbesondere den wirtschaftlichen Anreizstrukturen von Plattformen wie OnlyFans und den Auswirkungen auf junge Menschen.
Der Vorwurf, es handele sich um eine „Werbeveranstaltung für das Nordische Modell“, entbehrt jeder Grundlage. Die Veranstaltung war nicht als Diskussion zu Prostitution oder Gesetzgebung konzipiert.
3. Zur Frage der „Betroffenenperspektive“
Die Veranstaltung sollte sich mit Medienpädagogik und digitaler Sexualökonomie befassen, nicht mit Prostitution oder Transpolitik. Die Forderung, bestimmte Gruppen müssten zwingend vertreten sein, entspricht daher nicht dem tatsächlichen Gegenstand der Veranstaltung.
4. Politischer Druck statt fachlicher Diskussion
Die erhobenen Vorwürfe zeigen ein Muster, das zunehmend zu beobachten ist:Feministische und pornografiekritische Stimmen werden mit schwerwiegenden, aber unbelegten Unterstellungen belegt, um Veranstaltungen zu verhindern.
Das trägt nicht zu einer sachlichen Debatte bei.
5. Schlussfolgerung
Die Veranstaltung war ein Beitrag zur politischen Bildung über digitale Pornografie – ein wichtiges, gesellschaftlich relevantes Thema. Die erhobenen Vorwürfe sind inhaltlich unbegründet. Die Absage verhindert eine notwendige Debatte über Plattformökonomie, Sexualisierung und den Schutz junger Menschen.
Wir bedauern außerordentlich, dass durch diese haltlosen Vorwürfe die Arbeit von Felicitas Vogt Herr diskreditiert wird!




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